Vorpraktikum

Die Studienordnung des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau sieht ein Vorpraktikum von insgesamt 12 Wochen vor. Da es sich dabei um eine Zulassungsvoraussetzung handelt, ist das Vorpraktikum in der Regel vor Antritt des Studiums abzuleisten.

Allgemeine Ausbildungsziele des Vorpraktikums

  • Vermittlung vertiefter Kenntnisse über Zweck, Prinzip und Bedeutung verschiedener üblicher Fertigungsverfahren sowie über Arbeitsweisen von entsprechenden Fertigungseinrichtungen und -maschinen.
  • Vermittlung vertiefter Kenntnisse über Eigenschaften und Verhalten der wichtigsten Werkstoffe des Maschinenbaus bei Bearbeitung und Verwendung.
  • Einblick in technische und organisatorische Zusammenhänge des Produktionsablaufs sowie Erfahrungen  im betrieblichen Arbeitsumfeld und mit den sozialen Strukturen des Betriebs.

Organisatorisches

  • Der Praktikumsbetrieb muss eine technisch ausgerichtete Praktikantentätigkeit unter qualifizierter Betreuung gewährleisten. Dies ist in der Regel erfüllt, wenn der Betrieb in einem technischen Industrie- oder Handwerksberuf ausbildet.
  • Das Vorpraktikum kann auf mehrere Betriebe verteilt werden, insbesondere dann, wenn ein Betrieb nicht in der Lage ist, alle unten genannten Ausbildungsinhalte abzudecken, oder das Vorpraktikum zeitlich auf mehrere Abschnitte verteilt werden muss. Wird das Vorpraktikum in mehreren Abschnitten absolviert, muss jeder Praxisabschnitt eine Länge von mindestens 4 Wochen haben.
  • Der Nachweis über die Ableistung des Vorpraktikums ist beim Hochschulservice Studium vorzulegen, sobald das gesamte Vorpraktikum abgeleistet ist.
  • Im Ausnahmefall kann das Vorpraktikum parallel zum Studium nachgeholt und der Nachweis bis spätestens zum Ende des zweiten Semesters vorgelegt werden. Mit Blick auf die zeitliche Belastung nach Beginn des Studiums wird ausdrücklich empfohlen, das Vorpraktikum vor Beginn des Studiums abzuschließen.

Ablauf des Vorpraktikums

  • Die Studienordnung des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau sieht ein Vorpraktikum von insgesamt 12 Wochen vor. Da es sich dabei um eine Zulassungsvoraussetzung handelt, ist das Vorpraktikum in der Regel vor Antritt des Studiums abzuleisten.
  • Das Vorpraktikum kann auf mehrere Betriebe verteilt werden, insbesondere dann, wenn ein Betrieb nicht in der Lage ist, alle unten genannten Ausbildungsinhalte abzudecken, oder das Vorpraktikum zeitlich auf mehrere Abschnitte verteilt werden muss. Wird das Vorpraktikum in mehreren Abschnitten absolviert, muss jeder Praxisabschnitt eine Länge von mindestens 4 Wochen haben.
  • Der Praktikumsbetrieb muss eine technisch ausgerichtete Praktikantentätigkeit unter qualifizierter Betreuung gewährleisten. Dies ist in der Regel erfüllt, wenn der Betrieb in einem technischen Industrie- oder Handwerksberuf ausbildet.
  • Der Nachweis über die Ableistung des Vorpraktikums ist beim Studenten- und Prüfungsamt vorzulegen, sobald das gesamte Vorpraktikum abgeleistet ist.

Fachliche Ausbildungsinhalte des Vorpraktikums

Pflichtausbildungsgebiete

Für die beiden Pflichtausbildungsgebiete ist eine Dauer von jeweils vier Wochen vorgesehen:

  • Metallbearbeitung (z. B. Zerspanungs-, Umform- und Verbindungstechnik)
  • Montage, Wartung, Maschineninstandsetzung

Wahlpflichtausbildungsgebiete

Aus der folgenden Auflistung müssen mindestens zwei Gebiete mit einer Praktikumslänge von jeweils zwei Wochen absolviert werden:

  • Wärmebehandlung
  • Oberflächenbehandlung und -bearbeitung
  • Gießerei
  • Kunststoffverarbeitung
  • Werkzeugbau
  • Apparatebau
  • Elektrische Maschinen
  • Werkstoffprüfung
  • Qualitätssicherung

Erlass des Vorpraktikums

Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Vorpraktikum zum Teil oder sogar ganz erlassen werden:

  • Studienanfängern mit einer abgeschlossenen einschlägigen Berufsausbildung wird das Vorpraktikum vollständig erlassen. Eine Liste der entsprechenden Ausbildungsberufe findet sich weiter unten auf dieser Webseite.
  • Das Vorpraktikum wird auch vollständig erlassen, wenn eine im Sinne dieser Richtlinien einschlägige Berufstätigkeit (hierunter fallen auch Ferienjobs) im Umfang von mindestens einem halben Jahr nachgewiesen werden kann. Die Berufstätigkeit muss in Vollzeit ausgeübt worden sein. Darüber ist bei der Immatrikulation ein Arbeitszeugnis vorzulegen, aus dem Umfang und Inhalt der Tätigkeit eindeutig hervorgehen.
  • Studienanfängern mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in einem Ausbildungsberuf, der die Ausbildungsinhalte des Vorpraktikums teilweise abdeckt, wird das Vorpraktikum zur Hälfte erlassen (siehe entsprechende Liste unten). Auch Absolventen des technischen Zweigs der Fachoberschule (FOS), Absolventen entsprechender technischer Gymnasien (TG) anderer Bundesländer und Absolventen der Berufsoberschule (BOS) wird die Hälfte des Vorpraktikums erlassen.
  • Bei einem Erlass der Hälfte des Vorpraktikums sind die beiden Pflichtausbildungsgebiete im halben zeitlichen Umfang zu absolvieren, und es ist nur ein Wahlpflichtausbildungsgebiet zu wählen.
  • Studienanfänger mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in einem unten nicht aufgeführten Ausbildungsberuf können den Erlass des gesamten Vorpraktikums oder der Hälfte des Vorpraktikums beim Hochschulservice Studium beantragen. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Ausbildungsinhalte des Vorpraktikums einen wesentlichen Bestandteil der Berufsausbildung ausmachen.

Ausbildungsberufe mit Erlass des Vorpraktikums

  • Anlagenmechaniker
  • Automobilmechaniker
  • Feinmechaniker
  • Fluggerätemechaniker
  • Gas- und Wasserinstallateur
  • Industriemechaniker
  • KFZ-Mechatroniker
  • Konstruktionsmechaniker
  • Karosserie- und Fahrzeugbauer
  • Kunststoffformgeber
  • Landmaschinenmechaniker
  • Landmaschinenschlosser
  • Maschinenbaumechaniker
  • Maschinenzusammensetzer
  • Mechatroniker
  • Metallbauer
  • Schiffsmechaniker
  • Technischer Produktdesigner
  • Technischer Zeichner
    • Maschinen- und Anlagentechnik
    • Maschinenbau
    • Feinwerktechnik
    • Stahl- und Metallbautechnik
  • Verfahrensmechaniker
  • Werkzeugmechaniker
  • Zentralheizungs- und Lüftungsbauer
  • Zerspanungsmechaniker
  • Zweiradmechaniker

Ausbildungsberufe mit Erlass der Hälfte des Vorpraktikums

  • Büroinformationselektroniker
  • Elektroinstallateur
  • Elektromaschinenmonteur
  • Elektromechaniker
  • Elektroniker für Automatisierungstechnik
  • Elektroniker für Maschinen und Anlagen
  • Energieelektroniker
  • Holzmechaniker
  • Industrieelektroniker
  • IT-Systemelektroniker
  • KFZ-Elektriker
  • Kommunikationselektroniker
  • Landwirt
  • Lokführer
  • Mess- und Regeltechniker
  • Radio- und Fernsehtechniker
  • Staatlich geprüfter informationstechnischer Assistent
  • Technischer Zeichner (Fachrichtungen Heizung-Klima, Elektrotechnik, Energietechnik)